875 Jahre Demmin – Erster öffentlicher Auftritt der Demminer Blasmusik

06.09.2015 18:20

Am 05.09.2015 feierte die Hansestadt Demmin ihren 875. Geburtstag mit einem großen Festumzug. Auch wir wollten einen Beitrag zum Festumzug leisten und hatten uns im August kurzerhand beim Organisationsteam gemeldet und uns dort zur Mitwirkung angeboten. Gern nahm man unser Angebot an und wir durften die Demminer und ihre Gäste bereits vor Beginn des Festumzuges musikalisch auf diesen einstimmen. Von 13.00-13.45 Uhr spielten wir auf der Tribüne am Marktplatz Märsche, Polkas und Walzer. Zwischendurch besuchte uns dann unser Wolfgang Ehrhardt, der aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mitmachen konnte. Trotz des teilweise sehr widrigen Regenwetters waren viele Demminer und ihre Gäste schon vor dem Umzug zum Markt und an die Hauptstraße gekommen. Moderiert wurden wir von Peter, einem in historischer Kleidung verwandelten Moderator, der auch den Festumzug gemeinsam mit Frau Ortel vom Organisationsteam moderierte. Am Ende der Veranstaltung verabschiedeten wir uns dann mit dem Steigermarsch. Aufgrund der Resonanz von Gästen und dem Moderator können wir sagen, wir haben einen guten Auftritt gemacht und den Demminern gezeigt, dass die Blasmusik weiterhin in der Hansestadt Demmin lebt.

Doch dieser Auftritt war für uns nicht der Einzige an diesem Tag. Bereits am 05.09.2014 haben wir auf der Geburtstagsfeier von Uwe Anders seinem Schwager Detlef Gutjahr versprochen, dass wir 2015 auf seiner Geburtstagsfeier spielen werden. Eigentlich ist Detlef schon am 09.09.2014 Fünfzig geworden, aber gefeiert wurde er erst jetzt, kurz vor seinem 51. Geburtstag. Gefeiert wurde in Verchen in der ehemaligen Gaststätte „Seeperle“. Dort wurden wir vom Gastgeber, seiner Frau und weiteren etwa 90 Gästen begrüßt. Nachdem wir alles aufgebaut hatten fingen wir kurz nach 17.30 Uhr mit unserem Programm an. Nach dem obligatorischen „Hoch soll erleben“ für Detlef begrüßte er uns und seine Gäste nochmals auf das Herzlichste und erklärte unser Dasein und warum er erst heute seinen 50. Geburtstag begeht. Ein Großteil seiner Gäste kam aus Thüringen, wo die Blasmusik ja noch fast in jedem Dorf zuhause ist. Wir wollten uns natürlich mächtig ins Zeug legen, damit die Thüringer sehen, auch in Norddeutschland wird gute Blasmusik gemacht.

Für Detlef und seine Frau gab es dann erstmal „Rot sind die Rosen“ als Ehrentanz. Dann fingen wir an das festgelegte Programm zu spielen, welches wir in den Proben zuvor geübt haben. Unterstützt wurden wir bei beiden Auftritten von unseren Freunden Ilona, Michi und Bernd aus Tribsees und Frank Leonhardt, unserem „Schweizer“, der gerade auf Heimaturlaub ist. Unerwartet wurden wir dann von dem Thüringer Klaus angesprochen, ob er vielleicht mit seinem Banjo mit uns musizieren darf. Obwohl etwas skeptisch, willigten wir ein und erzählten ihm, was wir so spielen. Er sagte nur, dass das genau seins wäre. Und tatsächlich, er passte prima zu unserer Truppe, wir waren beeindruckt. Einige Gäste wünschten sich Seemannslieder und prompt wurde das Programm geändert und wir spielten zwei Medleys mit Seemannsliedern.  Die Stimmung wurde immer besser und wir vergaßen die Zeit. Eigentlich sollten wir nur bis 18.30 Uhr spielen. Erst Kristin machte uns darauf aufmerksam, dass wir doch langsam aufhören müssten, da war es bereits 18.40 Uhr. Wir haben uns dann mit dem Klassiker „Rosamunde“ vom Gastgeber und seinen Gästen verabschiedet. Von Detlef, der sich herzlich bei uns bedankte, bekamen wir dann noch zu hören: „Ihr habt nicht das letzte Mal in Verchen gespielt“. Es war wirklich ein guter Auftritt von uns.

Wir möchten uns nochmal bei unseren Freunden aus Tribsees, bei Frank und bei dem Banjospieler Klaus für ihre ausgezeichnete Unterstützung bedanken. Ein besonderes Dankeschön geht an den Gastgeber Detlef Gutjahr für die Wertschätzung unserer Leistung und für die gute Bewirtung.

Holger Lonschinski